Bilddateiformate

19. Februar 2014 | Von | Kategorie: Bildbearbeitung, Dateiformate, Lernfeld 6, Zwischenprüfung 2014

Bilddateiformate sind standardisierte Verfahren zum Organisieren und Speichern der Bilder. Bilddateien werden entweder aus Pixel- oder Vektor-Daten (geometrisch) gebildet. Bildformate werden in drei Gruppen gegliedert: Rasterformate, Vektorformate und Metadateiformate (die Letzten schließen Vektor- und Bitmap-Komponenten ein).

Rasterformate speichern die Bilder als eine Bitmap – das ist eine Datenstruktur, die ein allgemeines rechteckiges Netz der Pixel oder Farbpunkte darstellt. Eine Bitmap wird technisch durch Breite und Höhe des Bildes in Pixel und die Anzahl von Bit pro Pixel charakterisiert. Je größer die Anzahl der Linien und Spalten ist, desto höher ist die Bildauflösung und größer die Datei. Jeder Pixel des Bildes erhöht also seine Größe, wenn seine Farbtiefe erhöht wird: ein 8-Bit-Pixel (1 Byte) speichert 256 Farben, ein 24-Bit-Pixel (3 Byte) speichert 16 Millionen Farben, die letzte Variante heißt „TrueColor“ (dt. Echtfarben). Bildkomprimierung verwendet Algorithmen, um die Dateigröße zu verringern.

Es gibt zwei Typen von Algorithmen bei der Bilddateikomprimierung: verlustfrei und verlustbehaftet. Verlustfreie Komprimierungsalgorithmen verringern die Dateigröße, ohne dabei die Bildqualität niedriger zu machen, obwohl sie nicht so klein wie die Datei mit verlusbehafteten Komprimierung ist. Wenn die Bildqualität wichtiger als die Dateigröße ist, wählt man gewöhnlich den verlustfreien Algorithmus. Verlustbehaftete Komprimierungsalgorithmen nutzen natürliche Begrenzung des menschlichen Auges aus und werfen unsehbare Informationen weg.

Alle gängigen Rasterbilddatei- und Metadateiformate:

Format Verwendung Gespeicherte Informationen Qualität
BMP
(Windows Bitmap)
.bmp
Betriebssystem Microsoft Windows
weithin akzeptiert
Gewöhnlich unkomprimiert, daher groß, die beste Bildqualität
ICO
(Windows Icon)
.ico
Betriebssystem Microsoft Windows Ein oder mehrere kleine Bilder mit verschiedener Größe und Farbtiefe
WMF
(Windows Metafile)
.wmfEMF
(Enhanced Metafile)
.emf
Betriebssystem Microsoft Windows Layout einer gedrückten Seite, die Text, Objekte und Bilder enthält (Line-art, Illustrationen, Inhalt, der in Zeichnungs- und Darstellungsprogrammen erstellt wurde) WMF ist ein 16-Bit-Format, EMF ist eine neuere 32-Bit-Version
JPEG
(Joint Photographic Expert Group)
.jpeg .jpg
  • – In Digitalkameras und anderen fotografischen Bildaufnahmegeräten
  • – Für Speichern und Übertragen der fotografischen Bildern über Internet
  • – Am besten für Endvertrieb der fotografischen Bilder
  • – Verlustbehaftetes Format
    8 Bit pro Farbe (Rot, Grün, Blau) machen zusammen 24-Bit
  • – Generationsdegradation, wenn wiederholt bearbeitet und gespeichert
  • – Kleine Dateien
GIF
(Graphics Interchange)
.gif
  • – Geeignet fürs Speichern der Grafik mit relativ wenigen Farben: einfache Diagramme, Formen, Logos und Bilder im Stil eines Zeichentrickfilms
  • – Weit verbreitet für Animationseffekte in den Bildern
  • – Limitiert bis auf 8-Bit-Palette oder 256 Farben
  • – Verlustfreie Komprimierung, die effektiver ist, wenn große Bereiche von derselben Farbe sind, und nicht effektiv für detaillierte Bilder oder Bilder mit Dithering1
  • – Kleine Dateien
PNG
(Portable Network Graphics)
.png
  • – Das Beste für WWW
  • – Völlig streamingfähig mit progressiver Anzeigeoption
  • – Am besten geeignet für Bildbearbeitung
  • – Gamma- und Chromatizität-Daten für verbesserte Farbeinstimmung auf heterogenen Plattformen
  • – Bilder mit indizierten Farben, Graustufen- und TrueColor-Bilder werden unterstützt
Verlustfrei, TrueColor wird unterstützt
TIFF
(Tagged Image File Format)
.tif .tiff
Nicht von allen Web-Browsern unterstützt, aber sehr stark als fotografische Datei in der Druckindustrie verbreitet
  • – Größe, Definition, Bilddaten-Anordnung, angewandte Bildkomprimierung
  • – Kann mit gerätespezifischen Farbräumen umgehen, z.B. CMYK
Verlustbehaftet und verlustfrei (wenn verlustfrei, sind Bearbeitung und erneute Speicherung ohne Bildqualitätsverlust möglich)
EXIF
(Exchangeable Image File Format)
In Digitalkameras
  • – Datum und Uhrzeit
  • – Kameraeinstellungen
  • – Vorschaubilder zum Anzeigen des Bildes
  • – Beschreibungen
  • – Urheberrechtliche Daten
Verlustbehaftet und verlustfrei abhängig vom verwendeten Dateiformat (JPEG, TIFF Rev. 6.0, und RIFF WAV )
PCX
(ZSoft Paintbrush Dateiformat)
.pcx
Verwendet zum Speichern der Grafikdaten und Austauschen in Desktop-Publishing-System Kann bis zu 256 Farben speichern Komprimiert (verlustfreie Lauflängenkodierung, engl. Run-Length Encoding) und unkomprimiert
TGA
(Truevision Targa Dateiformat)
.tga
Das universalste 24-Bit-Dateiformat für PC-Anwendungen
  • -Kann Bilddaten mit der Farbtiefe von 1 bis 32 Bit pro Pixel speichern
  • -Unterstützt Farbkarten 2, Alpha-Kanal, Gamma-Wert, Briefmarkenbilder, Textinformationen und durch Entwickler definierbare Daten
Komprimiert (verlustfreie Lauflängenkodierung, engl. Run-Length Encoding) und unkomprimiert
RAS
(Sun Raster Bilddateiformat)
.ras
Sehr verbreitet besonders auf den Systemen unter dem Unix-Betriebssystem
  • -Kann Schwarzweiß-, Grauskala- und Pixelgrafikdaten beliebiger Farbtiefe speichern
  • -Unterstützt die Farbkarten 2
Komprimiert (verlustfreie Lauflängenkodierung, engl. Run-Length Encoding) und unkomprimiert
RAW 3
.crw .cr2 .raf
.dng .mef .nef
.orf .arw
In digitaler Ausstattung (wie Kameras oder Filmscanner) als ‚digitale Negative‘
  • -Dateiheader,
  • -Metadaten des Kamerasensors,
  • -Bildmetadaten,
  • -Vorschaubilder
  • -Höherer Bildqualität,
  • -Feine Einstellung der Umwandelparameter,
  • -Auswählbarer Farbraum,
  • -Mehr Informationen in Dateien,
  • -Große Datentransformierungen

 

Quelle: http://onlinehelp.avs4you.com/de/AVS-Photo-Editor/Working/AddingPreviewing/SupportedFormats.aspx

 

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