Der 12-teilige Farbkreis

3. November 2013 | Von | Kategorie: Farbe

Farben entstehen durch Addition von Grundfarben bzw. Subtraktion (Filterung) aus dem weißen Licht. Wir sollten
daher die Grundzüge der Farbmischung verstehen. Aus dieser Formulierung heraus erkennen wir, daß es additive
und subtraktive Farbmischung gibt. Zum Verständnis dieser Vorgänge ist es hilfreich, den Farbkreis einzuführen.

Betrachten wir den Regenbogen, so erkennen wir, daß er einige Farben nicht enthält, die nur bei der Reflexion
auftreten. Dies sind die sog. Körperfarben. Nehmen wir diese Farben hinzu, so können wir den Regenbogen zu
einem Farbkreis schließen.

Der Farbkreis entsteht für die subtraktive Farbmischung (Malerei, Farbdruck) durch die Anordnung von drei Primärfarben (Grundfarben: Gelb, Magenta, Cyan) in einem Winkel von 120°. Die Primärfarben der additiven Farbmischung (Fernsehen, Bildschirm) sind dagegen Rot, Grün und Blau. Aus den Primärfarben lassen sich alle anderen Farben mischen. Die Primärfarbsystem kürzt man mit den englischen Bezeichnungen ab: CMY (cyan, magenta, yellow, black) bzw. RGB (rot, grün und blau). Beide System sind zueinander dual, so daß im weiteren nur auf die subtraktive Farbmischung eingegangen werden soll. Häufig werden auch die Druckfarben mit ihrer englischen Bezeichnungen verwandt.

Halbieren wir die Winkel, so entstehen die Sekundärfarben 1. Ordnung Rot, Grün und Blau. Sie liegen den Primärfarben genau gegenüber. Solche Farbpaare werden Komplementärfarben genannt.
Komplementärfarben:
Gelb – Blau
Magenta – Grün
Cyan – Rot
Sekundärfarben 2. Ordnung entstehen durch Mischung zweier Primärfarben. Dadurch können wir die Zwischenfarben im Farbkreis erzeugen, der dann aus 12 Farben besteht.

Tertiärfarben sind Farben, für die wir drei Primärfarben zusammenmischen müssen. Im Farbkreis sind solche Farben nicht vorhanden.

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