Der Gesamtfarbauftrag

29. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Colormanagement, Print

Während bei hochwertigen Papieren für den Bogenoffsetdruck in der Regel ein Gesamtfarbauftrag von 350 % möglich ist, ist beim Zeitungsdruck bei ca. 240 % Schluss. Wird auf gestrichenem Papier gedruckt, ist man mit 300 % auf der sicheren Seite. Eine verbindliche Auskunft Ihrer Druckerei ist natürlich das Beste.

Bevor man sich weiter mit den Methoden beschäftigt, mit denen ein RGB-Bild in ein CMYK-Bild konvertiert wird, muss man sich mit einer technischen Größe auseinandersetzen, die alles Weitere maßgeblich beeinflusst: dem Gesamtfarbauftrag. Die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz werden in Photoshop mit einem Wertebereich von 0 bis 100 % Deckung (Dichte) behandelt. Theoretisch ergibt sich also mit 4 x 100 % eine Summe von 400 %, wenn alle Farben voll gedruckt würden. Das hält allerdings kein Papier aus. Die Aufnahmefähigkeit für Farbe ist je nach Papiersorte begrenzt, und die Trocknungszeit wird länger, je mehr Farbe auf das Papier gedruckt wird. Außerdem besteht bei einem zu hohen Gesamtfarbauftrag die Gefahr von Verschmutzungen oder Betriebsstörungen bei der Druckmaschine.

Da man also auf Teile der theoretisch möglichen 400 % verzichten muss, sind spezielle Verfahren notwendig, um den Gesamtfarbauftrag zu reduzieren und trotzdem ein gutes Druckbild zu bekommen. Aus dieser technischen Beschränkung heraus haben sich zwei Methoden des Farbaufbaus ergeben (GCR und UCR), die im Folgenden genauer erläutert werden sollen.

 

Quelle: http://openbook.galileodesign.de/photoshop_cs4/photoshop_cs4_12_druck_001.htm

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