DIN-Formate

19. August 2014 | Von | Kategorie: Papier

Es gibt vier Reihen, die mit A bis D bezeichnet und jeweils in elf Klassen unterteilt werden, welche nach absteigender Größe von 0 bis 10 durchnummeriert sind.

Aus der Kombination dieser beiden Eigenschaften ergibt sich die übliche Bezeichnung, z. B. A4 (210 mm × 297 mm) oder C6 (114 mm × 162 mm), gegebenenfalls wird „DIN“ oder „ISO“ vorangestellt.

Davon abweichend gibt es in der DIN-, aber nicht in der ISO-Norm, Formate, die größer als die Klasse 0 sind. Diesen wird ein numerisches Präfix vorangestellt, z. B. 2A0 für doppeltes A0.

Die Größe der Formate ist in ganzen Millimetern spezifiziert. Die Toleranz beträgt bei Maßen bis 150 mm ±1,5 mm, bei Maßen bis 600 mm ±2 mm und darüber ±3 mm.

Die nominelle Fläche eines A0-Bogens ist ein Quadratmeter, doch durch die Rundung der Seitenlängen auf ganze Millimeter weichen die realen Flächen in der A-Reihe von einem Quadratmeter beziehungsweise ganzen Bruchteilen davon ab. Dasselbe gilt für ganze Vielfache von √2 bei den anderen Reihen. Wegen der erlaubten Längen-Toleranzen können die realen Flächen noch weiter abweichen.

Alle Formate lassen sich durch die folgenden Bedingungen herleiten:

  1. Die Formate innerhalb einer Reihe sind einander geometrisch ähnlich.
  2. Das nächstkleinere Format in einer Reihe entsteht durch Halbierung (Faltung) des vorhergehenden Formats.
  3. Das Format A0 hat einen Flächeninhalt von einem Quadratmeter.
  4. Die Flächeninhalte in den anderen Reihen sind ein definiertes Vielfaches deren in der A-Reihe:
    • Format B0 hat 21/2 m2.
    • Format C0 hat 21/4 m2.
    • Format D0 hat 2-1/4 m2.

Ähnlichkeits- und Faltungsbedingung bedeuten zusammen, dass sich Breite und Höhe des erhaltenen kleineren Formats auf das (1/√2)-fache von Breite und Höhe des Ausgangsformats verkleinert haben. Es ist zunächst offensichtlich, dass Ähnlichkeit nur erreicht wird, wenn das Format in der Höhe halbiert und die halbierte Höhe zur Breite des kleineren Formats wird. Dass sich Breite b zu Höhe h wie 1 : √2 verhalten müssen, beweist folgende Betrachtung:

Nach der Hälftung ist:     bn+1 = hn / 2     und     hn+1 = bn .     (höherer Index nach der Hälftung)
Ähnlichkeit heißt:     bn+1 / hn+1 = bn / hn .
Diese 3 Beziehungen ergeben zusammen:     hn / 2 bn = bn / hn     beziehungsweise 2 bn2 = hn2 .
Auflösung:    bn / hn = b / h = 1 / √2

 

Für einen Inhalt im A-Format wird typischerweise ein Briefumschlag des entsprechenden C-Formats gewählt, der wiederum in einem Umschlag der B-Reihe Platz findet. Die Höchstmaße von Briefsendungen im Postverkehr orientieren sich an der B-Reihe.

(wiki): http://de.wikipedia.org/wiki/Papierformat

 

Die Proportionen der DIN A-Reihe lassen sich aus dem Qudrat konstruieren.
Die kürzere Seite verhält sich zur längeren, wie die Seite des Quadrates zu Diagonalen. (1 : √2)

 

Das DIN-Format A0 mit der Größe von 84,1 x 118,9 cm entspricht ca. einem Quadratmeter qm im ungefähren Seitenverhältnis 5:7. Für die nächsten und kleineren Formate (DIN A1, DIN A2, DIN A3, DIN A4 …) halbiert man jeweils die längere Seite, die kurze Seite behält ihre Länge.

Dabei wird teilweise gerundet, halbiert man z. B. die lange Seite von DIN A1 mit dem Maß 84,1 cm, ergibt sich zwar rechnerisch die Größe 42,05 cm, das nächste kleinere Format DIN A2 hat aber durch die Rundung eine kurze Seite von 42 cm.

 

mehr über die DIN-Formate findet ihr hier

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