Energiesparen bzw. Stromsparen bei Computern und Peripheriegeräten

12. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Abschlußprüfung Winter 2013, Computer, Hardware, NEWS

In fast jedem deutschen Haushalt ist ein Computer zu finden, teilweise sogar zwei! Das diese jedoch eine Menge an Strom verbrauchen, daran denkt niemand..

Gerade in der heutigen Zeit nimmt die Anzahl der Computer in Haushalten zu. Nicht selten findet man zwei bis drei Computer in einem Haushalt. Wer denkt denn schon daran, dass diese auch viel Strom verbrauchen könnten. Zudem kommen noch die angeschlossenen Peripheriegeräte, wie Drucker und Scanner, die ebenfalls Strom verbrauchen. Gerade bei Laser-Druckern kann der Stromverbrauch enorm sein. Auch darf der Monitor nicht vergessen werden.

 

Ein Computer, der im Schnitt 200 Watt pro Stunde verbraucht und dabei nur 5 Stunden am Tag läuft, hat immerhin einen Stromverbrauch von 1000 Watt gleich 1 KWatt. Würden wir dies auf 220 Arbeitstage beschränken, kämen wir somit auf 220 KW. Bei einem derzeitigen Strompreis von etwa 18 Cent würde dies eine Summe von 39,60 EUR im Jahr machen. Dabei wurde aber nur der Computer berücksichtigt und nicht die Peripheriegeräte.

 

Aus diesem Grunde habe ich auf dieser Seite einige Tipps und Tricks zusammengefasst, mit dessen Hilfe Ihr den Stromverbrauch des Computers und der angeschlossenen Geräte ein wenig senken könnt.

 

Stromsparen am Computer!

Am Computer selbst kann man einiges sparen. Dabei muß der Aufwand oder der Preis nicht immer hoch sein.

 

Als erstes sollte man schon beim Kauf darauf achten, dass der Computer auf einen zugeschnitten ist. Ein einfacher Benutzer, der ab und an ins Internet geht und hin und wieder einen Brief oder Texte schreibt, der benötigt bestimmt keinen HighEnd – Computer mit Unmengen an Arbeitsspeicher und Rechenkapazität. Hierfür tun es auch kleiner dimensionierte Computer.

 

Der Arbeitsspeicher sollte Ihren Bedürfnissen angepasst sein!

Windows 2000 und Windows XP kommen auch mit 512 MB Arbeitsspeicher locker aus. Mehr wird nur dann benötigt, wenn man Bild- und Grafikbearbeitungen macht oder mit dem Computer Multimedia- und Spiele- Anwendungen betreiben möchte. In der Regel rechnet man für 1 MB Arbeitsspeicher etwa 0,5 Watt, was bei 512 MB schon 256 Watt ausmachen würde. Sicherlich werden diese Werte selten erreicht, da die 512 MB selten ausgelastet werden.

 

Die CPU (Prozessor) muß nicht immer die schnellste sein!

Auch Prozessoren verbrauchen eine Menge an Strom. Hier kann man bei einfachen Anwendungen auf leistungsschwächere Prozessoren umsteigen oder erst gar nicht aufrüsten. Zudem sollte man auch beachten, dass eine leistungsstärkere CPU nicht immer gleich mehr Leistung auch bedeutet. Hier spielen zusätzliche Faktoren eine Rolle, wie der eingesetzte Arbeitsspeicher und auf das Mainboard.

 

Wie viel Festplatten braucht ein Computer!

Sicherlich mögen einige denken, dass mehr Festplattenspeicher gut und schön ist! Dies sollte man jedoch nicht unterschätzen. Gerade in den letzten Jahren wurden immer mehr neue Festplatten gekauft und zusätzlich in die Computer eingebaut. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob dies sein muß. Reicht nicht vielleicht nur eine Festplatte aus?! Man sollte daran denken, dass jedes zusätzliche Gerät in einem Computer auch Strom verbraucht. Falls man nicht den ganzen Speicherplatz auf den verschiedenen Festplatten benötigt, sollte man lieber alles auf eine packen und die zweite Platte bzw. die kleinere wieder ausbauen.

 

Wie viel Laufwerke benötigt der Computer!

Das Gleiche wie bei Festplatten gilt auch für CD-Rom und DVD-Rom Laufwerke zu. Habt Ihr einen DVD-Brenner, so benötigt Ihr in der Regel kein CD-Rom oder CD-Brenner mehr, da dieser beide Formate lesen und auch CDs brennen kann.

 

Energiesparen bzw. Stromsparen bei Computern und Peripheriegeräten

Gute Belüftung für den Computer, alte Monitore und Scanner und Drucker verbrauchen auch Strom! So kann man diesen minimieren…

Gute Belüftung tut dem Computer gut!

Nicht immer müssen Computer überdimensioniert belüftet werden. Häufig findet man Computer, bei denen gleich mehrere Lüfter eingebaut sind. Dabei sind nicht nur die Gehäuselüfter gemeint. Lüfter findet man in Netzteilen, welche zum Teil schon zwei Lüfter haben, auf Grafikkarten, auf den verschiedenen Chipsätzen auf dem Mainboard, zum Teil auch auf Arbeitsspeichern, Netzwerkkarten und auf CPUs. Zudem werden dann noch Gehäuselüfter eingebaut. Alle Lüfter zusammen können eine Menge an Energie verbrauchen. Hier solle man sehen, wie viel Lüfter der Computer wirklich benötigt. Chipsätze und Arbeitsspeicher lassen sich zum Teil auch gut mit passiven Lüftern (Kühlrippen) gut kühlen.

 

Vielleicht kann man durch den Einsatz von Netzteilen mit großen Lüftern sich auch Gehäuselüfter sparen, da diese in der Regel einen höheren Luftdurchsatz haben und so für mehr Kühlung sorgen.

 

Unterdimensionierte Lüfter verbrauchen in der Regel mehr Strom. Das liegt daran, dass diese Ihre Drehzahl erhöhen müssen, um die Kühlung zu erreichen. Hier sollte man auf größere Lüfter umsteigen. Die sind nicht nur leiser sondern verbrauchen auch weniger.

 

Achtet beim Einbau von Laufwerken, wie Festplatten, CD-Rom, DVD-Rom und Hardwarekomponenten wie PCI-Steckkarten darauf, dass diese sich nicht zu dicht bei einander befinden, damit diese von der Luft gut umspült werden. Bei Grafikkarten, die im AGP-Port stecken, sollte der 1 erste PCI-Port wenn möglich nicht bestückt werden. Damit hat die Grafikkarte mehr Platz, die Hitze an die Luft abzugeben.

 

Alte Monitore verbrauchen mehr als neuere!

Das mag vielleicht nicht immer der Fall sein, kommt jedoch immer häufiger vor. Neue Richtlinien achten mittlerweile darauf, dass auch Monitore weniger Strom verbrauchen müssen. TFTs sind in der Regel günstiger im Verbrauch von Strom als die herkömmlichen Monitore.

 

Alte Scanner und USB – Scanner

Alte Scanner, die ständig an sind, sollten Sie vom Strom nehmen, so lange Ihr diese nicht mehr benötigt. Häufig laufen diese Scanner mehrere Wochen oder Monate einfach so mit, ohne dass diese ihren Nutzen ausspielen konnten. Somit haben diese dann mehrere Monate Strom verbraucht und wofür?!

USB-Scanner ohne eigene Stromversorgung verfügen bereits über Stromsparfunktionen, die Ihr einschalten sollte, so lange es Euer Treiber zu läst. Auch hier gilt: Solange der Scanner nicht benötigt wird, den USB-Stecker ausziehen.

USB-Scanner mit eigener Stromversorgung sind ähnlich aufgebaut. Nur hier solltet Ihr den Scanner direkt vom Stromnetz trennen, solange Ihr diesen nicht benötigt.

 

Drucker drucken nur, wenn es auch was zu drucken gibt!

Häufig laufen Drucker ständig durch oder stehen im Standby – Modus! Aber schon mal überlegt, dass Drucker nur dann druckt, wenn Ihr auch was drucken wollt. Wer also nicht Regelmäßig am Tag druckt, sollte diesen ausschalten oder gleich vom Strom trennen. Wer mehrmals am Tag druckt, sollte sich überlegen, ob es sich nicht lohnen würde, Druckaufträge zu sammeln und dann in einem Rutsch zu drucken. Schon Tintenstrahler verbrauchen Strom, um sich einzustellen, zur reinigen oder die Druckerpatronen auf den Füllstand zu überprüfen.

 

Moderne Drucker verfügen über eine eigene Stromsparfunktion. Diese solltet Ihr, einschalten. Mit dieser Stromsparfunktion schaltet der Drucker nach einer gewissen Zeit automatisch ab und schaltet sich erst dann wieder ein, wenn er benötigt wird.

 

Laserdrucker sind die Stromfresser schlecht hin. Schon bei der Aufwärmphase verbrauchen Laserdrucker einiges an Strom. Hier wäre es absolut Sinnvoll, Druckaufträge zu sammeln, um mehrere Aufwärmphasen zu umgehen.

 

In Büros mit Netzwerken solltet Ihr prüfen, ob es sich nicht lohnt, einen Druckserver zu installieren, so dass mehrere Mitarbeiter auf einen Drucker drucken können. Das erspart nicht nur Anschaffungskosten für jeden einzelnen Drucker, sondern spart eine Menge an Strom.

 

Betriebssysteme, wie Window, bringen zum Teil Ihre eigenen Stromsparfunktionen mit! Diese sollte man auch richtig nutzen und einstellen…

Das ACPI – Advanced Configuration and Power Interface

Eine weitere Stromsparmöglichkeit ist das ACPI an Eurem Computer. Hierbei handelt es sich um eine erweiterte Stromsparfunktion der moderneren Computer bzw. der moderneren Hardware. Dabei werden die Stromsparfunktionen nicht mehr von der Hardware verwaltet (APM – Advanced Power Management), sondern vom Betriebssystem. Bei Microsofts Window kann man dies daran sehen, dass das Betriebssystem einzelne Komponenten abschalten kann, solange diese nicht mehr benötigt werden. Eingeschaltet wird das ACPI im BIOS vom Mainboard. Nachdem Ihr den Computer dann gestartet hat, richtet Windows das ACPI ein bzw. installiert Komponenten nach. Danach könnt Ihr die Einstellungen vornehmen.

 

 

Stromsparen mit Screensaver und das Abschalten des Monitors!

Screensaver (Bildschirmschoner) können etwas schönes sein. Wer jedoch denkt, dass diese nur Strom sparen, der Irrt sich. 3D – Bildschirmschoner zum Beispiel verbrauchen mehr, als wenn der Monitor nur so da stünde und die 2D – Oberfläche zeigen würde. Das liegt daran, dass die Grafikkarte mehr leisten muß, um die 3D – Grafik anzuzeigen. Aus diesem Grunde solltet Ihr einen Bildschirmschoner wählen, der den Monitor nur schwarz einfärbt. Somit wird keine Rechenleistung der Grafikkarte abverlangt und der Monitor spart, weil er keine Oberfläche anzeigen muß.

 

Auch kann bei den heutigen Betriebssystemen eingestellt werden, nach welcher inaktiven Zeit der Monitor abgeschaltet werden kann. Dies spart zusätzlich Energie ein.

 

 

Festplatten abschalten, wenn man sie nicht braucht!

Festplatten verbrauchen einiges an Strom. Durch das ACPI kann man über die Oberfläche von Betriebssystemen steuern, nach welcher inaktiven Zeit diese abgeschaltet werden sollen. Gerade bei mehreren Festplatten, wo sich der Stromverbrauch summiert, macht dies besonders Sinn.

 

 

Besonderheiten, wie Standby und Ruhezustand bei Windows

Verwenden Sie bei kürzerer Abwesenheit den Standby-Modus bei Windows, um Strom zu sparen. Beim Standy-Modus wird der Computer in einem energiesparenden Betriebszustand geschaltet. Hierbei werden alle wesentlichen Hardwarekomponenten, die nicht unbedingt zum Betrieb erforderlich sind, in einen energiesparenden Modus versetzt. Hierzu gehören zum Beispiel die Festplatten und der Bildschirm. Da der Computer nicht ausschaltet, ist das System schnell wieder einsatzbereit und kann genutzt werden. Aber Vorsicht! Der Standby-Modus speichert keine Daten auf Festplatte, sondern hält diese im Arbeitsspeicher fest. Bei einem Stromausfall gehen alle nicht gespeicherten Daten verloren. Also vorher die gerade bearbeitetet Daten speichern und dann in den Standby-Modus schalten.

 

Der Ruhezustand bei Windows geht noch ein wenig weiter. Er schaltet nicht nur die Festplatten und den Monitor ab, sondern speichert auch alle im Arbeitsspeicher befindlichen Daten auf Festplatte ab. Danach schaltet der Ruhezustand das ganze System ab. Der Vorteil, außer das Strom gespart wird, liegt darin, dass nach dem Einschalten des Computers dass Betriebssystem wieder so startet und den Desktop so anzeigt, wie Ihr ihn verlassen habt. Es muß also nicht immer das Betriebssystem heruntergefahren werden und später komplett neu gestartet werden. So ist der Startvorgang ein wenig schneller.

 

Weitere Methoden, um den Stromverbrauch und die Stromkosten in den Griff zu bekommen!

Eine interessante Methode, um den Verbrauch von Eurem Computer und auch von anderen Geräten zu messen, sind sogenannte Energiekosten – Messgeräte. So lassen sich schnell unnütze bzw. Verbraucher finden, die zuviel Strom fressen. Das gilt nicht nur für den Computer oder die angeschlossene Hardware, sondern auch für alle im Haushalt sich befindlichen Elektrogeräte.

 

Sind die Stromkosten ständig zu hoch und man hat das Gefühl, dass man zuviel für den verbrauchten Strom bezahlt, dann kann sich ein Vergleich des Stromtarifes und des Stromanbieters mit dem Stromtarifrechner lohnen. Hier lassen sich unter Umständen einige Euros bis zu mehreren hundert Euro einsparen. Sicherlich ist das Abhängig davon, welchen Stromanbieter man bereits hat. Ein kostenloser Vergleich kann jedoch nicht schaden!

 

Master Slave Steckdosenleiste – Energiesparen am Computer

Eine Master Slave Steckdosenleiste hilft dabei, Energie bzw Strom zu sparen. Über die Masterfunktion der Steckdosenleiste werden nach dem Abschalten des Hauptgerätes alle am Slave angeschlossenen Geräte vom Stromnetz getrennt. Somit muss man nicht jedes Gerät einzeln schalten und man umgeht die Standby-Funktionen von den Geräten.

Wer einen Computer in den vier Wänden betreibt, der hat häufig auch noch externe Geräte angeschlossen, wie zum Beispiel den Drucker, einen Scanner oder eine externe Festplatte. Wenn man den Computer ausschaltet, verbleiben häufig die extern angeschlossenen Geräte im Standby Modus.

 

Der Drucker oder der Monitor wird nicht ausgeschaltet und ein eventuell vorhandener Switch für das Netzwerk läuft auch noch weiter, obwohl er nicht mehr benötigt wird.

 

Kaum einer denkt darüber nach, dass dann unter Umständen eine Menge an Strom verbraucht wird!

 

Master Slave Steckdosenleisten schalten nicht mehr benötigte Geräte ab

Bei einer Master Slave Steckdosenleiste bildet der Master den Steuerungsmeister. An diesem wird das Gerät eingesteckt, dass die anderen steuern soll. Wird das Gerät am Master ausgeschaltet, so schaltet der Master alle Slave Steckdosen ab und somit auch alle an den Slave Steckdosen eingesteckten Geräte. Diese werden einfach vom Stromnetz getrennt.

Master Slave Steckdosenleisten eleminieren den Standby Betrieb

Somit können die Geräte, wie zum Beispiel der Drucker, der Scanner, die externe Festplatte oder der Monitor nicht mehr im Standby Betrieb verbleiben.

 

Viele Geräte, besonders ältere, verbrauchen im Standby Betrieb noch eine Menge an Strom. Das kann sich auf das Jahr hin gesehen schnell zu einem ordentlichen Betrag summieren.

 

Wer gerne einmal wissen möchte, wie hoch der Verbrauch einzelner Verbraucher ist, für den empfiehlt sich ein Energiekostenmessgerät. Mit diesem kann man spielend leicht den Stromverbrauch messen.

 

Quelle: http://www.its05.de/

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