Farbkonvertierung

21. März 2013 | Von | Kategorie: Abschlußprüfung 2013, Farbseparation

Allgemein:

 

Farben müssen je nach Ausgabegerät, wenn Farbräume nicht übereinstimmen, konvertiert werden.

 

Beispiel:

Monitor: vorhandene CMYK-Daten werden zu RGB-Daten konvertiert

Drucker: vorhandene RGB-Daten werden zu CMYK-Daten konvertiert

Da Farbärume unterschiedlich groß sind, kommt es zu Farbveränderungen bei der Konvertierung in einen anderen Farbraum.

 

Druckproduktion:

Farben müssen in ein entsprechendes CMYK-Farbprofil für das jeweilige Druckverfahren konvertiert werden.

Druckverfahren, Papierweiße, der maximale Farbauftrag, Punktzuwachs usw. müssen bei der Farbkonvertierung berücksichtigt werden.

 

Early binding:

CMYK-Farbraum wird bereits am Anfang der Produktion festgelegt.

Bei der Konvertierung in Photoshop kann auf Farbveränderungen durch die Konvertierung direkt reagiert werden.

Early binding empfiehlt sich nur wenn man bereits zu Beginn der Produktion weiß wie das Druckerzeugnis hergestellt wird.

 

Intermediate binding:

Im Layout wird noch mit RGB-Daten gearbeitet.

Die Farben werden erst bei der Erstellung der Druckdaten PDFs konvertiert.

Höhere Flexibilität und Ausgabesicherheit

Softproof ermöglicht das Simulieren der CMYK-Farben wodurch auf Veränderungen noch Einfluss genommen werden kann.

 

Late binding:

Im Layout wird noch mit RGB-Daten gearbeitet.

Farbkonvertierung der Druckdaten findet erst in der Druckerei statt.

Vorteil: Die Druckerei Konvertiert die Daten in das für die Produktion benötigte CMYK-Modell

Für dieses Verfahren würde das PDF/X-3 Format entwickelt.

Empfiehlt sich nur wenn Datenlieferant und Datenempfänger nach Norm arbeiten und wissen wie PDF/X-3, die RGB-Daten beinhalten, zu verarbeiten sind.

Im Idealfall ein Digitalproof anfordern um Farbveränderungen einschätzen zu können.

 

Profilierung und Kalibrierung

Profilierung und Kalibrierung gehören zusammen und die Profilierung baut auf der Kalibrierung auf.

Bei der Kalibrierung bezeichnet man die für ein Gerät (z.B. Scanner) oder ein Verfahren (z.B. Offsetdruck) notwendigen Grundeinstellungen. Diese Grundeinstellungen sichern die gleichbleibende Funktionsweise und somit die konstante Qualität über einen bestimmten Zeitraum.

Für einen Monitor ist beispielsweise die Einstellung von Weiß- und Schwarzpunkt, Kontrast und Helligkeit sowie Farbtemperatur für eine anschließende Profilierung entscheidend.

Das Ergebnis der Profilierung ist dann beim Monitor das ICC-Profil, welches mithilfe der Farbmesstechnik das Farbverhalten des Geräts oder Verfahrens beschreibt.

 

 

Quelle: http://www.mediencommunity.de/

 

 

 

Übungsfragen:

1. Es gibt 3 verschiedene Workflowstrategien (Binding), die sich im Zeitpunkt der Separation unterscheiden. Erläutere alle drei Bindingarten stichpunktartig, indem du jeweils den Zeitpunkt der RGB- zu CMYK-Umwandlung nennst, mindestens einen Vor- und Nachteil der Strategie aufführst und ein konkretes Einsatzgebiet ableitest.

 

2. Begriffe zum Thema Colormanagement: Bei allen Begriffen bitte die Abkürzung, den ausführlichen englischen Namen und die deutsche Übersetzung nennen.

  • a. Erläutere, was man unter den Begriffen Gammut und Gammut Mapping versteht.
  • b. Erläutere, was man unter CMM versteht und welche Rolle dabei der PCS spielt. Nenne den konkreten, üblicherweise benutzten PCS und begründe seinen Einsatz mit den beiden stichhaltigsten Argumenten.
  • c. Erläutere, was Profile generell sind, also was sie beschreiben. Nenne zudem die beiden Arten, wie die Profile beschrieben werden können und nenne die präzisere Technik / Art der Datenspeicherung.
  • d. Erläutere stichpunktartig am Vorgang einer Farbseparation, wie ein Source-Profil, ein Destination-Profile und ein Profile-Connection-Space daran mitwirken.

 

3. Arbeitsfarbräume / Profile:

  • a. Erläutere die grundlegenden Unterschiede (Funktionen) eines Arbeitsfarbraumes in der Software und eines PCS.
  • b. Nenne die 3 wichtigsten Anforderungen an einen geeigneten RGB-Arbeitsfarbraum in Photoshop. Nenne zudem zwei recht unterschiedliche konkrete Arbeitsfarbräume, die für eine Vorstufenabteilung in Frage kommen und wäge ab, wann welcher Farbraum favourisiert wird.
  • c. Nenne das RGB-Profil, das du als Webdesigner sinnvollerweise einstellen solltest und führe dazu 2 Argumente auf.
  • d. Nenne das Profil, das du als CMYK-Arbeitsfarbraum laut ECI einstellen sollst, wenn du sehr hochwertige Drucksachen auf gutem Bilderdruckpapier für den Offsetdruck layoutest und begründe dein Wahl mit drei entscheidenden Faktoren, die du erläuterst und dich dabei auf wesentliche Kenngrößen (Testbedingungen) des Profils beziehst.
  • e. Nenne für folgenden Fälle geeignete Profile und begründe deine Entscheidung jeweils mit den Papiereigenschaften.
    F1.: Die Erstellung von hochwertigen Zeitschriften / Magazine im Offsetdruck;
    F2.: Die Erstellung von Drucksachen, die nicht edel wirken müssen sondern eine “Natürlichkeit” im Vordergrund steht.

 

4. Farbraumumwandlungen / Rendering Intents (RIs) / Profilwarnungen:

  • a. Was versteht man generell unter RIs (wofür sind sie zuständig?) und warum gibt es mehrerer zur Auswahl?
  • b. Du erhälst ein RGB-Bild, das du öffnen und in Photoshop in CMYK umwandeln sollst, damit es im Akzidenz-Offsetdruck auf gestrichenem Papier gedruckt werden kann. Skizziere den Weg dorthin mit Nennung und Begründung des gewählten RIs für die folgenden Fälle: Fall1: Das Bild hat bereits ein Profil und Fall 2: Das Bild hat kein Profil.
  • c. Ein angeliefertes CMYK-Bild soll auf Auflagenpapier geprooft werden. Nenne und erläutere die Wahl des RIs.
  • d. Erläutere,was man unter Tiefenkompensierung versteht und wann der Haken hierfür wirklich wichtig ist.
  • e. Nenne das RI, das du wählst wenn kein Auflagenpapier vorliegt und erläutere den Unterschied zum RI in c.).
  • f. Erläutere, unter welchen Umständen das RI zum Einsatz kommt, das du bisher nicht in Betracht gezogen hast.
  • g. Neben dem klassischen Weg der Farbraumtransformation mithilfe eines PCs kommt immer stärker die Device-Link-Technologie auf. Erläutere stichpunktartig den technologischen Unterschied. Erläutere, in welchen Situationen die Verwendung von Device-Links sinnvoll ist und stelle deren Vorzüge dar.

 

5. Umgang mit Bildern – Proofs und Profilen.

  • a. Erläutere, was eine Farbumfangswarnung ist und welchen Vorteil sie bietet, wenn man sie einschaltet.
  • b. Erläutere, was man unter einem Softproof versteht und warum man ihn in Photoshop extra aktivieren muss und er nicht automatisch eingestellt ist. Erläutere wie man ihn aktiviert und inwiefern er für die weitere Arbeit von Nutzen ist.
  • c. In den Farbeinstellungen in Photoshop sollte man bei den Farbmanagementrichtlinien Haken setzen (3 Haken sind möglich), damit Photoshop vor möglichen Profilfehlern warnt. Schildere stichpunktartig zwei mögliche Fälle, in denenPhotoshop sich meldet und gib an, wie sich der User jeweils sinnvollerweise verhält.
  • d. Erläutere, was man unter der Zuweisung eines Profils versteht, wann und wozu es mir hilft.
  • e. Erläutere, was eine Profilkonvertierung / Umwandlung bzw. eine Modusänderung im Gegensatz zur Profilzuweisung bewirkt. Schildere die Vorzüge, die die Modusänderung gegenüber der Profilkonvertierung / Umwandlung bietet und umgekehrt welche Vorteile sich durch das Menüfeld Profilkonvertierung / Umwandlung sich ergeben.
  • f. Nenne für die folgenden im Offsetdruck zu bedruckenden Papiere ein oder mehrere geeignete Profile:
  • Naturpapier, dünneres Rollenoffsetpapier. Zeitungsdruckpapier.
  • g. Worum handelt es sich, wenn ein Kunde nach einem FSC-Papier fragt.
  • h. Erläutere, was man unter einem Remote-Proof versteht.

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