Farbprofile sichtbar machen

15. Februar 2013 | Von | Kategorie: Colormanagement

Um die Größe eines Farbraums sichtbar zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben teuren Profilierungssoftwares oder Hilfsprogrammen, kann man auch in Photoshop Profile visualisieren.

Mit unserem selbst erstellten 12-teiligen Farbkreis, haben wir dies im kleinen überschaubaren Farbraum gemacht, in dem wir z.B. die Farbumfangswarnung eingeschaltet haben und dadurch nur die tatsächlich druckbaren Farben angezeigt bekommen. Je nach gewähltem CMYK-Profil sieht das Ergebnis unterschiedlich aus.

1. Erstellen einer Datei im Lab-Modus

Sollen umfangreichere Farbräume grafisch dargestellt werden, müssen wir zunächst im Lab-Farbraum arbeiten.

2. Verläufe der a-Achse und b-Achse erzeugen

Um einen möglichst großen Farbraum als Ausgangsfarbraum zu erstellen, müssen wir Verläufe entsprechend der a*+ b*-Achsen auf zwei verschiedenen Ebenen erzeugen. Die Verläufe sollten die Extremwerte als Eckpunkte haben. Als Helligkeitswerte sollte ein mittlerer Wert von L = 50 eingestellt werden.

Die Verläufe sollten diagonal gespiegelt angelegt sein, damit jeweils in den Ecken des Bildes die Extremwerte abgebildet werden.

3. Ebenen ineinanderkopieren (überlagern)

Die obere Ebene wird auf ineinanderkopieren gestellt. Damit wird der Lab-Farbraum nahezu abgedeckt. (Die Abbildung entspricht zwar nicht den wissenschaftlichen Anordnungen, für unseren Zweck sollte dieses Modell aber genügen.)

Farbumfangswarnung einblenden

4. Farbumfang-Warnung aktivieren

Alle Farben, die außerhalb des aktuellen Farbraums liegen werden nun grau dargestellt. Sichtbar sind nun alle Farben, die im aktuellen Farbraum enthalten sind. Welcher Farbraum dargestellt wird, können Sie unter Proof einrichten – Eigene – auswählen.

5. Farbumfang ist abhängig von der Helligkeit

Da die Größe des Farbraums abhängig von der Helligkeit ist, sollten wir in Photoshop eine “Fahrt” entlang der Helligeitsachse, also quer durch den Farbraum machen. ???!!! – Geht das?

Mit Hilfe einer Einstellungsebene (oder (Farbton-Sättigung-Helligkeitsregler), können wir die Helligkeit über die Gradationskurve des Lab- Kanals, oder über Tonwertkorrektur, die Fahrt durch das Farbmodell starten und in Echtzeit durch das Farbmodell fliegen.

6. Vergleich von Farbräumen

In dem wir unterschiedliche Profile unter “Proof einrichten” auswählen können wir in Photoshop Farbprofile vergleichen.

7. CMYK-Werte ablesen

In der Informationspalette kann man die, durch die Rendering Intents zugewiesenen druckbaren CMYK-Werte ablesen (dahinter Ausrufezeichen).

Aber Achtung: Die Abbildungen (Monitor oder Drucker) entsprechen nicht dem tatsächlichen Lab-Farbraum – da alle Ausgabegeräte einen kleineren Farbumfang haben!

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