ICC Profile

18. Februar 2013 | Von | Kategorie: Colormanagement, Prüfungsvorbereitung Abschlußprüfung

Ein ICC-Profil ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc. beschreibt (chrakterisiert).

Dieses ist nötig, damit eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird, bzw. an einem Monitor oder Proofgerät das Druckergebnis simuliert werden kann.

Es gibt verschiedene Arten von ICC Profilen. Man unterscheidet zum einen nach Ein- und Ausgabeprofilen. Zu den Eingabeprofilen gehören verständlicherweise die Scannerprofile und die Kameraprofile. Da bei den Kameras sich die Lichtverhältnisse meist von Bild zu Bild ändern, machen hier Profile meist keinen Sinn. Bei Scannern bleiben die Beleuchtungbedingungen konstant, so daß hier Profile das farbverbindliche Arbeiten erleichtern.

Vom technischen Aufbau der Profile her unterscheidet man außerdem zwischen Matrixprofilen und Look-up-table-Profile (LUTs).

Matrixprofile: Matrix-Profile enthalten 3×3-Matrizen und Kurvendefinitionen für die Primärvalenzen (z. B. Definition einer Gammakurve eines Bildschirms). Sie sind meist sehr klein (etwa 1 KByte) und sind zur Beschreibung von Standard-Farbräumen und Ausgabegeräten geeignet, in denen sich die Primärvalenzen nicht gegenseitig beeinflussen (z. B. Monitore).

LUT-Profile: (Look-up-table) sind oft Ausgabeprofile (also Profile konkreter Geräte). Sie sind meist relativ groß (selten unter 1 MB) und enthalten u. a. eine Tabelle direkter Zuordnung von Werten eines sogenannten Processing Color Space (XYZ oder L*a*b* sind definiert) in den Farbraum des Ausgabegerätes (z. B. CMYK-Druckers). Komplexe Umrechnungen sind damit möglich, z. B. auch das Ansprechen von 10-Farbdruckern.

3D-Modell eines Profils

 

 

__________________________________________________________

Übungsaufgabe 1:

Der Inhalt in Farbprofilen richtet sich nach dem Verwendungszweck, für den das Profil eingesetzt wird. Ein Eingabeprofil (z. B. ECI-RGBv2.icc) nutzt ein Matrix-Farbprofil, während für Ausgabefarbprofile (z. B. ISOcoatedV2.icc) LUTs (Look-up tables) im Einsatz sind.

a) Nennen Sie drei Farbprofil-Parameter, die in einem Eingabefarbprofil gespeichert sind. (3 Punkte)

b) Erläutern Sie die technische Bedeutung dieser drei Farbprofil-Parameter. (5 Punkte)

c) Nennen Sie vier Profil informationen in den LUTs eines Ausgabeprofils. (2 Punkte)

 

__________________________________________________________

Übungsaufgabe 2:

Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus den Charakterisierungsdaten eines ICC-Ausgabefarbprofils.

Charakterisierungsdaten eines ICC Profils

Im Kopf der Datei stehen die Messbedingungen:

  • D50
  • 2°-Blickwinkel
  • Messgeometrie: 45/0
  • no polarisation filter
  • white backing

a) Erläutern Sie die Bedeutung der oben genannten Messbedingungen eines Farbprofils. (5 Punkte) Antwort
b) Erläutern Sie unter Einbeziehung der Messbedingungen „D 50“ und „2°-Blickwinkel“ die spektralfotometrische Ermittlung der XYZ-Normfarbwerte. {5 Punkte) Antwort

 

Keine Kommentare möglich.