Kriminelle haben Internet-Seekabel durchschnitten

28. März 2013 | Von | Kategorie: Datenübertragung, Internet, Netzwerktechnik, NEWS

Sabotage

Im Hafen von Alexandria sind drei Männer festgenommen worden, die dabei waren, ein Internet-Seekabel zu durchtrennen. Erst vor wenigen Tagen wurde vor der Nordküste Ägyptens das Seekabel von Seacom an mehreren Stellen zerstört.

 

Ägyptens Küstenwache hat am 27. März 2013 drei Taucher festgenommen, die dabei waren, ein Internet-Seekabel zu durchschneiden. Das gab ein Armeesprecher bei Facebook bekannt. Ein Patrouillenboot habe die Männer im Hafen von Alexandria in einem Fischerboot aufgegriffen.

 

Das Seekabel gehört der Egypt Telecom. Das Unternehmen gab laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Mena bekannt, dass eines seiner Seekabel 750 Meter vor der Küste durchtrennt worden sei. Telecom Egypt Executive Manager Mohammed el-Nawawi sagte dem Fernsehsender CBC jedoch, dass ein Schiff die Zerstörung verursacht habe.

Die Seekabel im Mittelmeer verbinden Ägypten mit dem Nahen Osten, Italien und Frankreich.

Am 22. März 2013 wurde berichtet, dass vor der Nordküste Ägyptens das Seekabel von Seacom an mehreren Stellen zerstört wurde. „Mehrere Schnitte in das Seekabel vor der Nordküste von Ägypten im Mittelmeer haben Auswirkungen auf eine Reihe von Kabelsystemen in Afrika, im Nahen Osten und in Asien und den Anschluss an Europa“, gab Seacom-Chef Mark Simpson bekannt.

Seacom bestätigte, dass das SMW4-Seekabel am 27. März 2013 vor der ägyptischen Küste beschädigt wurde. Der Dienst an den Seekabeln SMW4 und IMEWE sei jedoch wiederhergestellt worden. Danach traten jedoch neue Beschädigungen auf.

Seacom ist ein Untersee- und Glasfasernetz, das sich in Privatbesitz befindet und seit Juli 2009 viele afrikanische Länder auf einer Strecke von 17.000 Kilometern entlang der ost- und südafrikanischen Küste und von dort nach Indien und Europa vernetzt. Dazu gehören Südafrika, Mosambik, Tansania, Kenia, Ruanda, Uganda, Dschibuti und Äthiopien. Das System hat eine Kapazität von 1.280 GBit/s.

Quelle: golem.de

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