Monitorauflösung

20. Januar 2014 | Von | Kategorie: Bildbearbeitung, Bildschirmauflösung

Vom Fotorezeptor zum Farbmanagement

Die Auflösung des Monitors: Pixel per Inch

Der Monitor nutzt das RGB-System zum Mischen der Farben eines Pixels für die Darstellung von Grafik aller Art.

Nicht nur Bitmap-Bilder wie digitale Fotos müssen in die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau gerastert werden – Computer müssen auch Vektorgrafik und Schriften zu Pixeln rastern, um sie auf dem Monitor anzuzeigen.

Auch wenn das Maß für die Feinheit des Rasters als dpi – also Dots per Inch – bezeichnet wird, stellt der Monitor natürlich Pixel per Inch dar (also ppi!).

Die dpi haben sich eingeschlichen und tragen zur allgemeinen Verwirrung über die Auflösung der verschiedenen Geräte bei.

 

Wieviel dpi/ppi braucht der Mensch?

Ein Gerät, das ein Bild darstellt – sei es nun der Drucker oder der Monitor – müsste die Auflösung des Auges in der üblichen Leseentfernung übertreffen, um den Eindruck eines fotografischen Prints aus dem guten alten Fotolabor zu erzielen.

Eine derart hohe Auflösung erzielt heute das »Retina-Display« des iPads. Unsere Monitore am Computer hingegen haben zwar eine immer höhere Pixelauflösung, werden gleichzeitig aber auch immer größer. So bleiben Schriften auf dem Monitor pixelig – trotz des Sehabstands – und werden erst durch einen Trick glatt und rund: durch das Anti-Aliasing.

Aber die semi-transparenten Pixel, die rund um das »K« für eine glatte Darstellung auf dem Monitor sorgen, machen das Schriftbild auf dem Monitor ein wenig matschig.

Dazu wären etwa 400 dpi erforderlich – der Monitor ist weit entfernt von dieser Auflösung, der Druck aus der Druckerpresse näher dran. Unsere Tintentstrahldrucker und Fotodrucker hingegen erreichen den fotografischen Eindruck durch die hohe Auflösung ihrer winzig kleinen Farbtröpfchen. Jeder Pixel wird durch eine ganze Matrix von Druckpünktchen auf das Papier gebracht.

Monitore rastern Bildern mit 72, 96 oder 120 ppi (Pixel per Inch – die Dots überlassen wir dem Drucker):

  • Das Apple Cinema-Display mit 27″ und einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln zeigt das Bild mit 96 ppi,
  • ein Standard-Monitor mit 27″ und 1980 x 1080 Pixeln zeigt das Bild mit 72 ppi.

 

Bildanzeige auf dem Monitor

Ein Rasterbild, etwa eine digitale Fotografie, braucht neben den Farbinformationen eine weitere Angabe: die Auflösung für den Druck. Die Angabe der Druckerauflösung spielt auf dem Monitor keine Rolle, denn die Auflösung des Monitors bestimmt die Monitordarstellung (Bilder für das Internet müssen also keinesfalls mit 72 dpi gespeichert werden, wie man häufig liest – schliesslich können Monitore verschiedene Auflösungen aufweisen). Die Angabe der dpi ist für den Druck gedacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Anzeige von Bildern im Internet spielt die Auflösung keine Rolle – der Browser zeigt immer alle Pixel des Bildes 1:1 an. Genauso handhaben Bildbearbeitungsprogramme die Bildgröße: Ein Zoom von 100 % zeigt immer alle Pixel des Bildes, gleich, welche Druckauflösung eingestellt ist.

Anders hingegen orientieren sich Programme, die stark auf den Druck ausgerichtet sind: Sie stellen das Bild größer oder kleiner dar, je nachdem, welche Druckauflösung im Bild verankert ist.

 

Quelle: http://www.wisotop.de/monitor-aufloesung-pixel-per-inch-ppi.shtml

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