Punktschluß (Lex)

15. Januar 2016 | Von | Kategorie: Lexikon, Rastertechnik

Entscheidend bei der Wahl des alternativen Rasterpunktes ist der Eintritt des Punktschlusses.

Er beschreibt, bei welcher prozentualen Flächendeckung sich zwei benachbarte Punkte überschneiden.

Wird die Punktgröße über den Punktschluss hinaus erhöht, führt dies zu einer Zunahme des Farbtonwertes im Druck. Dies kann je nach Situation von Vor- oder Nachteil für den Druck sein.

Bei quadratischen und kreisförmigen Rasterpunkten ist der Wert des Punktschlusses auf Grund der geometrischen Eigenschaften statisch (Quadrat 50 %, Kreis 78,5 %).

Rauten, Ellipsen und sternförmige Rasterpunkte beeinflussen den Punktschluss durch ihre individuelle Geometrie. Bei diesen Formen kann der Punktschluss zudem zweimal eintreten, einmal in der Höhe und einmal in der Breite. Der Tiefdruck verwendet verfahrensbedingt ein rautenförmiges Raster.

Vier verschiedene Rasterpunktformen des AM-Rasters mit jeweiligem Punktschluss
Quelle: http://www.gronenberg.de/veroeffentlichungen/druckratgeber/2-vorstufe/369-2-8-raster.html

_________________________________________________________________________________________

 

Folgender Text betrachtet den Punktschluß beim Siebdruck:

Die geläufigsten Rasterpunktformen sind:

– runder Punkt

-elliptischer Punkt (Kettenpunkt-Raster)

-quadratischer Punkt (Schachbrett-Raster)

Punktschluss

1 = Rundpunkt-Raster, Punktschluss bei ca. 70 %

 

2 = Elliptischer-Raster, Punktschluss bei a) ca. 35 % b) ca. 60 %

3 = Schachbrett-Raster, Punktschluss bei 50 %

4 = Rugby Dot , Punktschluss bei 35% und 65 %

Da dem Punktschluss im Siebdruck wegen der Abrissbildung eine enorme Bedeutung zukommt, betrachten wir diesen bei jeder Punktform im einzelnen:

Der Punktschluss beim runden Punkt erfolgt erst bei 65-70 % Flächendeckung. Dieser erfolgt mit allen vier benachbarten Rasterpunkten, welches zu einem ausgeprägten Tonwertsprung führt.

Der Kreis ist die Fläche mit dem kleinst möglichen Umfang. Aus diesem Grunde ist beim Rundpunkt die Punktzunahme, mit Ausnahme des Punktschlusses, am kleinsten. Solange keine gleichmässigen Farbverläufe in den Dreivierteltönen realisiert werden müssen, ist der Rundpunkt für den Siebdruck geeignet.

Der Punktschluss beim Kettenpunktraster (Eliptischer Punkt oder Rugbydot) wird auf zwei Tonwertstufen verteilt, auf diese Weise lässt sich der Tonwertsprung auf ein Minimum reduzieren. Er ist richtungsabhängig. ln einer ersten Stufe bildet sich durch den Punktschluss mit zwei benachbarten

Punkten eine Kette; erst in einer zweiten Stufe erfolgt der Punktschluss mit den Parallelketten. Da im gesamten Tonwertverlauf keine ausgeprägte Punktzunahme auftritt, hat sich diese Rasterpunktfarm im Siebdruck bewährt.

Der Punktschluss beim quadratischen Punkt erfolgt mit den vier benachbarten Rasterpunkten gleichzeitig, welcher zu einem ausgeprägten Tonwertsprung führt. Speziell im Siebdruck wird dieser Effekt, bedingt durch den hohen Farbauftrag, noch verstärkt. Auch die Maire-Anfälligkeit der quadratischen Punktform ist sehr ausgeprägt.

Aus diesen Gründen ist diese Punktform für den Siebdruck absolut ungeeignet.

Quelle: http://www.heinatz.hamburg/lexikon/

_________________________________________________________________________________________

Es gibt immer mehrere Möglichkeiten in einer Rasterzelle die erforderliche Anzahl von Punkten zu schwärzen um eine Graustufe darzustellen. Eine dieser Möglichkeiten ist, von der Mitte aus möglichst immer einen Runden Punkthaufen zu bilden. Diese runde Punktform hat den Nachteil, das bei einem bestimmten Tonwert der Rasterpunkt mit seinem Nachbarpunkt zusammenstößt. Und das an allen vier Seiten gleichzeitig.

Bei einem sanften Farbverlauf macht sich dieser Punktschluß als Tonwertsprung bemerkbar. Das Bild scheint dann an dieser Stelle plötzlich dunkler zu werden. Bei runden Rasterpunkten tritt der Tonwertsprung bei einem Tonwert von 65%, bei quadratischen Punkten bei 50% auf.

Bilder bei denen Verläufe besonders gut dargestellt werden sollen, werden mit elliptischer Punktform gerastert. Elliptische Punktformen haben den Vorteil den Tonwertsprung auf auf zwei Tonwerte (50% und 75%) aufzuteilen und damit einen sanfteren Übergang zu ermöglichen.

Quelle: http://dok.uni-lueneburg.de/alte_seminare/computergrafik/index.php?fld=themen&fil=drucken

 

 

 

Keine Kommentare möglich.