REKORD IM NETZ

19. März 2013 | Von | Kategorie: Datenübertragung

Ericsson und Telstra erreichen 1 TBit/s über Glasfaser

In Australien ist eine 1-TBit/s-Übertragung über ein bestehendes Glasfasernetz gelungen. Die Daten gingen über eine Strecke von 995 Kilometern.

 

Ericsson und der australische Netzbetreiber Telstra haben über eine Glasfaserverbindung Daten mit einer Geschwindigkeit von 1 TBit/s übertragen. Für diesen Feldversuch wurde das bestehende Glasfasernetz von Telstra genutzt, das Sydney und Melbourne über eine Entfernung von 995 Kilometern verbindet. Bei dem Test kam eine 1-TBit/s-Linecard in dem Glasfasersystem MHL 3000 zum Einsatz, wie der schwedische Telekommunikationsausrüster berichtet.

 

Zurzeit baut Telstra sein Glasfasernetz mit Ericsson aus, um eine Datenübertragungsrate von 100 GBit/s zu bieten. „Der Test hat nun gezeigt, dass künftig gleichzeitige Übertragungsgeschwindigkeiten von 40 GBit/s, 100 GBit/s und 1 TBit/s über dieselbe Glasfaser realisierbar sind“, erklärte Ericsson.

 

Paketvermittelter Verkehr im Metro-Bereich und MHL 3000-System

Ericsson hatte zuvor bekanntgegeben, dass sich Telstra für seine optische SPO-1400-Übertragungsplattform für paketvermittelten Verkehr im Metro-Bereich und das sogenannte MHL-3000-System mit 100 GBit/s-Unterstützung für den Fernverkehr entschieden habe.

 

Huawei und Vodafone hatten im Januar 2013 in einem Feldversuch auf einer Strecke von 3.325 Kilometern eine Übertragungsrate von 2 TBit/s über Glasfaser erreicht. Der Feldversuch wurde in einigen Städten in Mittel- und Süddeutschland im Backbone-Netzwerk des britischen Telekommunikationskonzerns durchgeführt.

 

Durch den Einsatz einer auf Super-Channel-PDM-16QAM-Signalen basierenden Plattform, die das Spektralband besser ausnutzt, konnte die Übertragungsweite von 1.500 Kilometern erzielt werden. Mit einer Super-Channel-Nyquist-PDM-QPSK-Ultralangstrecken-Plattform kamen die Techniker auf eine Übertragungsdistanz von 3.325 Kilometern. Bei beiden Übertragungen kamen G.652-Fasern und ein EDFA (Erbium Doped Fiber Amplifier) zum Einsatz.

 

Quelle: golem.de

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