RGB Kanäle – Welcher Kanal wofür

26. Juni 2013 | Von | Kategorie: Bildbearbeitung

Einleitung

Das menschliche Auge besitzt Farbrezeptoren, welche die Helligkeitsinformationen für die Farben Rot, Grün und Blau erkennt und auf diese Weise, zusammen mit dem menschlichen Gehirn, alle uns sichtbaren Farben zusammensetzt. Das RGB Farbmodell ist ein additives Farbmodell. Umso mehr Farbe der Grundfarben Rot, Grün und Gelb aufgetragen werden, umso heller wird die gemischte Farbe.

Wer sich tiefergehend mit dem Thema Bildbearbeitung auseinandersetzen möchte, sollte wissen, wie er sich den Aufbau des RGB Systems für die eigene Bildbearbeitung zu Nutzen machen kann. Nicht jede Nachbearbeitung sollte in Adobe Photoshop auf jeden Kanal angewendet werden. Deutlich bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man die Techniken nur auf ausgewählte Kanäle von RGB anwendet.

 

Die Kanälepalette in Photoshop

Die verschiedenen Farbkanäle eines Bildes finden Sie in Adobe Photoshop, wenn Sie auf der Arbeitsoberfläche den Reiter „Kanäle“ auswählen. Der Reiter teilt sich meistens ein Fenster mit der Ebenenpalette.

Die RGB Kanäle in Photoshop

In Photoshop lassen sich diese Kanäle seperat bearbeiten. Mit einem Klick auf einen der Kanäle zeigt Ihnen Photoshop die Informationen für die entsprechende Farbe an. Umso heller ein Pixel in dem entsprechenden Kanal dargestellt wird, umso mehr Farbe des entsprechenden Kanals wird auf diesem Pixel aufgetragen.

Verinnerlichen Sie sich, dass in der Kanalansicht weiße Farbtöne viel Farbauftrag bedeuten und schwarze Farbtöne für wenig Farbauftrag stehen. Weiße Bereich im Rot-Kanal stehen für Bereiche mit viel Rot. Bereiche im Rotkanal die komplett Schwarz sind beinhalten keinen roten Farbanteil.

Der Rot-Kanal

Im roten Kanal des RGB Farbmodells sind normalerweise die größten Kontrastunterschiede vorhanden. Dadurch lässt ich Rot-Kanal besonders gut erkennen, wo sich helle und dunkle Stellen in einem Bild befinden.

Hautstrukturen und Unreinheiten im Rotkanal

Zusätzlich lassen sich Hautunreinheiten im roten Farbkanal besonders gut erkennen, weil diese für gewöhnlich einen besonders hohen Rotanteil aufweisen, im Farbkanal also besonders hell dargestellt werden. So lässt sich die Struktur der Haut im oberen Bild in roten Farbkanal optimal erkennen.

Zusätzlich lassen sich Hautunreinheiten mit Hilfe des roten Farbkanals gut entfernen, weil diese für gewöhnlich einen besonders hohen Rotanteil aufweisen, sich die Unreinheiten also hauptsächlich im grünen und blauen Farbkanal als „Löcher“ präsentieren.

 

Der Grün-Kanal

Im grünen Farbkanal sind besonders die Details einen Fotos zu erkennen. Dieses Merkmal macht man sich beim Nachschärfen von Bilder zu Nutzen. Wendet man Scharfzeichnungs-Filter nur auf den Grünkanal an, erreicht man in der Regel deutlich bessere und überzeuge Ergebnisse, als wenn man das gesamte Bild schärft.

Eine weitere professionelle Möglichkeit des Schärfens bieten ansonsten noch das Schärfen über den LAB-Farbmodus. Hier kann man dann nur den Luminanzkanal schärfen und erhält ebenfalls sehr gute Ergebnisse.

 

Der Blau-Kanal

Der Blaukanal kann besonders für das entfernen von Kompressionsschäden und Bildfehlern verwendet werden. Öffnen Sie ein Bild, das vorher stark komprimiert wurde und werfen Sie einen Blick auf den Blaukanal. Sie werden verwundert sein, wie stark die Kompressionsschäden im Blaukanal hervortreten.

Kompressionsschäden lassen sich im Blaukanal gut erkennen

In gewisser Weise ist das vorteilhaft für Ihre Arbeit. So können Sie relativ einfach Bildschäden im blauen Farbkanal bearbeiten, z.B. mit Hilfe des Stempelwerkzeugs oder des Weichzeichnugswerkzeug. Zeichnen Sie fehlerhafte Bereiche einfach etwas weich und begutachten Sie die Optimierung dann im RGB Kanal.

Quelle: webmasterpro.de

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