Switches, Firewalls und Router mit x86-Prozessoren

18. April 2013 | Von | Kategorie: Netzwerktechnik

Virtuelles Rechenzentrum

Switches, Firewalls und Router mit x86-Prozessoren

Intel greift den Trend zum Software Defined Networking auf, um neue Absatzmärkte für seine x86-Prozessoren zu erschließen. Auf Basis der von Intel dazu entwickelten Referenzarchitekturen sollen OEMs Firewalls, Switches und VPN-Router anbieten.

Auf das Thema Servervirtualisierung folgt die Netzwerkvirtualisierung mit den Schlagworten Software Defined Networking SDN und Network Function Virtualization NFV. Geht es bei SDN vor allem um eine Steuerung von Routern, Switches, virtuellen Switches und Access Points, beschreibt NFV die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen, also die Verlagerung von Funktionen wie Firewall, VPN oder Intrusion-Detection in virtuelle Appliances, die auf Standardhardware laufen.

Intel hat auf dem Open Networking Summit nun mit dem Open Network Platform Switch und dem Open Network Platform Server zwei Referenzarchitekturen vorgestellt, auf denen OEMs passende Geräte mit Intel-Chips verkaufen sollen. Big Switch Network, HP, NEC, NTT Data, Quanta, Super Micro, VMware und die Broadcom-Tochter Vyatta haben bereits entsprechende Produkte angekündigt.

 

Switch-Design

Unter dem Codenamen „Seacliff Trail“ hat Intel das Open Network Platform Switch Reference Design vorgestellt, das ab sofort verfügbar ist. Es basiert auf Intel-Prozessoren, Intels Ethernet Switch der Serie 6700 und Intels Chipset der Serie 8900. Als Betriebssystem kommt die Wind River Open Network Software ONS, ein anpassbarer Switch-Stack auf Basis von Wind River Linux, der SDN-Standards wie Openflow und Open vSwitch unterstützt.

 

Open Network Platform Server

Das Open Network Platform Server Reference Design entwickelt Intel unter dem Namen „Sunrise Trail“. Dabei handelt es sich um Server mit Xeon-Prozessoren und Intels Ethernet-Controller 82599 nebst 8900er Chipsatz, auf dem virtuelle Netzwerkfunktionen laufen sollen. Auch hier kommt die Open Network Software von Intels Tochter Wind River zum Einsatz.

Zudem unterstützen die Server Intels DPDK Accelerated Open vSwitch. Auf Basis seines Data Plane Development Kits DPDK hat Intel eine Architektur für Open vSwitch entwickelt, die nicht auf die Verarbeitung großer, sondern kleiner Pakete optimiert ist. Intel hat dazu das Forwarding-Modul des Linux-Kernels auf Basis seiner DPDK-Bibliothek neu geschrieben. Die Software soll im dritten Quartal 2013 zusammen mit dem ONP-Server veröffentlicht werden.

Quelle: Golem.de.

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