Was ist Responsive Webdesign?

18. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Abschlußprüfung Winter 2013, HTML/XHTML/XML, Internet, Responsive Webdesign

Was ist Responsive Webdesign?

Responsive Webdesign beschreibt eine Technik des Webdesigns, die es ermöglicht, Internetseiten auf diversen Endgeräten anzuzeigen, ohne dass der Nutzer hierfür unterschiedliche Versionen aufrufen muss. Vielmehr erkennt die Website selbst, welche Version für das Gerät des Nutzers die richtige ist, und spielt jedem Besucher die für ihn optimale Ausgabe aus. So werden Barrieren abgebaut, die Websites in nicht-responsivem Design für Nutzer von Smartphones oder Tablets aufbauen.

 

Alternativen zu responsivem Webdesign

Alternativ zur Verwendung von responsive Webdesign ist es auch möglich, andere Technologien für die mobile Verfügbarkeit von Online Inhalten zu verwenden. Diese machen allerdings nur in Ausnahmefällen Sinn und bedeuten in der Regel sowohl für den Betreiber der Präsenz mehr Aufwand, was die Pflege und Erstellung betrifft und fordert auch von den Nutzern mehr Engagement, weil sie diese Anwendung teilweise herunterladen und installieren müssen. Somit werden die großen Vorteile des responsiven Designs umgangen, die in einer umfassenden Verfügbarkeit liegen.

 

Mobile Websites für die mobile Darstellung von Inhalten

Unter Mobile-Directories versteht man die automatische Weiterleitung von der eigentlichen Internetseite, wenn ein Zugriff von einem mobilen Endgerät registriert wird. Hierfür ist es aber erforderlich, dass für jede Unterseite eine entsprechende mobile Version entwickelt und angelegt wird. Hinzu kommt die Fehleranfälligkeit, die bei der Einrichtung einer Weiterleitung stets vorliegt. Dies kommt vor, wenn Websitebetreiber separate URLs verwenden, um Desktop- und Smartphone-Nutzer zu bedienen. Ebenso wird häufig von einer Desktop-Detailseite auf die mobile Startseite weitergeleitet, etwa wenn es für eine bestimmte Unterseite kein mobiles Pendant gibt. All das verwirrt Nutzer, führt bei Google zu Abwertungen und bedeutet mehr Aufwand in der Inhaltspflege und Erstellung, als notwendig.

 

Web-Apps nur bei mobilem Mehrwert sinnvoll

Web-Apps sind eine weitere Alternative, die es Website-Betreibern ermöglichen, durch eigene Applikationen die gewünschten Informationen direkt auf das Gerät des Nutzers zu senden. Vorausgesetzt ist aber hierbei, dass der Nutzer dem explizit zustimmt und selbst tätig wird, indem er die App aus dem entsprechenden Shop herunterlädt und bei sich installiert. Ein Aufwand, den er nur bei wirklich vorhandenem Mehrwert wie Push-Benachrichtigungen oder zusätzlichen Funktionalitäten wirklich bereit sein wird zu leisten. Auch hier steht auf Betreiberseite die dezentrale Datenpflege als Argument gegen diese Lösung im Raum und auch die aufwändige Programmierung verschiedener Web-App Versionen für verschiedene Betriebssysteme (iOS, Android, Windows) macht im Vergleich zur einfachen Umsetzung eines responsiven Webdesigns nur in Ausnahmefällen Sinn.

 

Ignoranz ist keine Option

Eine weitere Alternative besteht für Website-Betreiber darin, die mobilen Nutzer zu ignorieren. Allerdings werden Websites ohne mobile Optimierung häufig nur sehr verzerrt, schlecht nutzbar oder gar nicht kenntlich auf den unterschiedlichen mobilen Endgeräten angezeigt. In Anbetracht der hohen mobilen Zugriffszahlen ist das Ignorieren mobiler Nutzer sicherlich das genaue Gegenteil einer zukunftsträchtigen Strategie.

 

Wie funktioniert Responsive Webdesign?

Websites, die entsprechend der Standards von responsive Webdesign entwickelt wurden, stellen sämtliche Texte, Bilder, Navigations-Elemente und weitere Inhalte für verschiedene Endgeräte unterschiedlich dar. Das heißt nicht nur, dass sich die Größe und Anordnung der Elemente dynamisch verändern. Es ist auch möglich, bestimmte Inhalte für unterschiedliche Geräte prominenter zu platzieren. Smartphone-Nutzer können so zum Beispiel einen Link, der einen Telefonanruf startet auf der Startseite eines Unternehmens sehen, während Desktop-Computer hier zunächst einen E-Mail Link angezeigt bekommen.

 

Responsive Websites antworten auf Geräte-Anfrage

Hierfür nutzt die Website verschiedene Parameter, die mit dem Aufruf des Nutzers durch ein Endgerät übermittelt werden, wie zum Beispiel die Auflösung der Ausgabe, die Art des Browsers, das verwendete Betriebssystem oder Ähnliches. Am Beispiel der Auflösung lässt sich beschreiben, wie responsives Webdesign arbeitet: Erkennt die Website hierbei nämlich, dass eine bestimmte Breite der Ausgabe unterschritten wird, ordnet das System die Inhalte automatisch neu an. Bilder werden dynamisch klein- oder großskaliert und Textblöcke entsprechend formatiert.

 

Google betrachtet responsives Design als Ranking Faktor

Internetnutzer, die Ihr Unternehmen, die Organisation die Sie vertreten oder Ihren Onlineshop noch nicht kennen, aber genau nach dem suchen, was Sie anbieten, werden Ihre Seite ohne responsives Design bei Google nicht so einfach finden, da Google die responsive Umsetzung einer Website als Rankingkriterium beachtet. Google reagiert damit darauf, dass sich die Zahl der mobilen Suchanfragen zuletzt jährlich verdoppeln, während die Anfragen von Desktopcomputern 2013 zum ersten Mal abnahmen. Somit können Sie auch im Bereich der mobilen Suchmaschinenoptimierung einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil erlangen.

 

Eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre

Responsive Webdesign wird allgemein als eine der wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Onlinedarstellung dieses Jahrzehnts bezeichnet. Die mobile Nachfrage wird weiter steigen und die responsive Umsetzung von Webprojekten bald zum Standard werden. Rüsten Sie Ihre Website daher jetzt um und bereiten Sie Ihren Internetauftritt auf die Zukunft vor.

 

Quelle: Was ist Responsive Webdesign? | Responsive Webdesign.

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