Zuse-Rechenmaschine Z3: Der Urvater des Computers – Z3

11. August 2014 | Von | Kategorie: Computer, Lernfeld 4

Der Urvater des Computers

dpa

Konrad Zuse mit einem Nachbau des Z3-Vorläufers Z1 im Berliner Museum für Verkehr und Technik

Im Wohnzimmer gebaut, programmiert mit alten Filmstreifen – und eine simple Multiplikation dauerte drei Sekunden: Was Konrad Zuses legendärer Computer Z3 konnte.

Das Wort „Computer“ gab es eigentlich noch gar nicht, als Konrad Zuse in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts ein Gerät erfand, dessen Nachfahren heute unseren Alltag dominieren. Kein großer Elektrokonzern finanzierte Zuse, keine Hightech-Ausrüstung stand ihm zur Verfügung – nur das Wohnzimmer seiner Eltern, ein paar Bleche und eine Laubsäge. Damit zimmerte er zunächst den Prototyp einer Rechenmaschine, die fast ausschließlich mechanisch funktionierte. Was heute seltsam anmutet, war damals durchaus logisch: Die ersten Konzepte für Rechenautomaten gab es bereits im 17. Jahrhundert, und die Elektrotechnik stand noch ganz in ihren Anfängen.

Schalter aus der Fernmeldetechnik

Doch der erste Versuch ging schief: Zuses schlicht Z1 getauftes Modell ächzte unter den zahllosen Ausfallerscheinungen, also verwendete der Erfinder beim Nachfolger, schlicht Z2 genannt, zunehmend elektromagnetische Schalter aus der Fernmeldetechnik, da diese viel robuster waren. Parallel baute er mit seinem Freund und Kollegen Helmut Schreyer die Z3, die nur noch auf diese Schalter setzte. Das führte schließlich zum Erfolg: Die Z3 konnte 1941 funktionstüchtig vorgeführt werden.

Was damals eine Sensation war, klingt heute wie tiefste Steinzeit: Zuses Wunderrechner beherrschte gerade mal die Grundrechenarten, als Bonus konnte er auch Wurzeln ziehen. Das heißt: Eigentlich konnte das Gerät nur addieren, alle anderen Operationen wurden mathematisch um- und abgeleitet – und das konnte mehrere Sekunden dauern.

via Zuse-Rechenmaschine Z3: Der Urvater des Computers – Z3 – FOCUS Online – Nachrichten.

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